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Das Großprojekt oder der Wettlauf gegen die Zeit

Eine Baustelle und  sechs Kaltfräsen mit 2,20 m Fräsbreite ein wohl eher unüblicher Anblick. Das Zeitfenster 22 Stunden. Das Baufeld, fast die komplette Start- und Landebahn am Flughafen Hahn. Für uns ein absolutes Großprojekt.

Die Sanierung des Flughafens in viele kleine Abschnitte zu unterteilen und diese in Nachteinsätzen auszuführen, wie es beispielsweise in Frankfurt am Main war hier nicht möglich. Der Flughafen ist rund um die Uhr in Betrieb. Am Tag landen hier Passagiermaschinen, in der Nacht Cargo-Flugzeuge. Dementsprechend wurde der Flughafen für 3 Tage gesperrt und es ergab sich ein Zeitfenster von 24 Stunden für unsere Arbeiten.

Das Baufeld erstreckte sich über ca. 2,5 km Länge und  eine Breite von 45 m. Das Asphaltband bekam planmäßig Ende September 2010 eine neue Deck- und Binderschicht sowie neue Versorgungseinrichtungen für die Unterflurbefeuerung im Asphaltbelag. Der „ARGE Flughafen Hahn 2010“ stand nur eine Bauzeit von 67 Stunden zur Verfügung. Daraus ergab sich für uns ein Zeitfenster von maximal 24 Stunden um alles Fräsarbeiten abzuschließen.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass hier sechs Großfräsen mit 2,20m breite benötigt werden. Um das Projekt stemmen zu können nahmen wir die ebenfalls erfahrenen Fräsunternehmen Albert Beitz, GMS, Kutter und SAT ins Boot. Durch dieses fünfer Team konnten wir eine leistungsfähige Mannschaft mit erfahrenen Maschinisten formieren. Die Aufgabe der Organisation und Koordination der Fräsarbeiten lag bei unserem Geschäftsführer Herr Klein. Auch die die komplette Logistik, die Wasserversorgung der Fräsen, der Abtransport des Fräsmaterials sowie die fachgerechte Reinigung der Fräsflächen lag in unseren Händen

Die Fräs- und Asphaltarbeiten liefen in nur kurzer Verzögerung parallel zueinander. Dementsprechend mussten die Fräsen kontinuierlich arbeiten. Um das zu gewährleisten war eine hohe Anzahl Personal und rund um die Uhr 25 LKW für den Abtransport des Fräsmaterials.  Die ständige Wasserversorgung der Fräsmaschinen wurde mit zwei je 21.000 l fassenden Tankwagen sichergestellt. Zur Reinigung der abgefrästen Flächen waren sieben Kehrmaschinen und drei Radlader im Einsatz. Außerdem waren neben den Großmaschinen auch noch eine Fräse mit 1 m Arbeitsbreite und eine Grabenfräse im Einsatz.

Alles in allem waren 65.000 m² bzw. 22.000 to. Asphalt in 22 Stunden abgetragen. Dafür verantwortlich waren mehr als 100 Personen und drei unserer erfahrenen Bauleiter.

Vom Flughafenbetreiber gab es ein Lob, sie waren zufrieden mit dem „reibungslosen Ablauf, der Qualität der Arbeiten und der Ausführung innerhalb der gesetzten Zeit.“

Vorgegebene Bauzeit Fräsen:24 Stunden
Benötigte Bauzeit Fräsen:22 Stunden
Größe der Fräsfläche:65.000 m²
Tonnage:22.000 to
Anzahl der Großfräsen (2,20 m Arbeitsbreite):6
Anzahl weiterer Fräsen:2
Tankfahrzeuge:2
LKW im 24 Stunden betrieb:25
Eingesetztes Personal:über 100 Personen
Bauleiter:3